Spielereien mit ReactOS 0.4.12 / 14-dev

Ich hab aus Spaß nochmal meinen ersten wirklichen Laptop (von 2001) aus dem Keller geholt:
Intel Celeron 1.3GHz, 256MB RAM, 40GB Festplatte, 1024×768 Auflösung,
830 Chipsatz

Vorher war ein Ubuntu 9.04 drauf mit Kernel 2.6.35 und ein Vector Linux mit 2.6.32 (der aber das Ethernet-Adapter nicht fand) und eine Version mit 2.6.35.
Ausserdem Windows XP 😉

Nach einigem rumprobieren mit ReactOS kann ich folgendes grob sagen:

  • NICHT FAT als Dateisystem nehmen!
    Ich hab es 2-3x binnen ein paar Stunden geschafft, dass das System hing und nach einem harten Reset entweder es nicht mehr bootete, beim „Drücken Sie Strg+Alt+Entf“ hing oder der Bootloader komplett weg war… Was ich eine reife Leistung finde!
    Mit BTRFS als Dateisystem (was ein Sprung von FAT!!) hoffe ich, dass es besser ist. Toi toi toi.
  • Lenovo/IBM haben noch immer die Treiberseiten von einem 20 Jahre alten Laptop verfügbar! Danke! Der Ethernettreiber für XP/2003 funktioniert okay unter ReactOS
  • vorsichtig vorgehen! 256MB RAM sind – na ja, 256 MB RAM. Mein PC hat 16GB. Mit 256MB RAM macht man wenig. Niiicht diverse Tabs im Browser aufmachen! Niicht div.
    Programme aufhaben. Etc.

Fehlgeschlagene Tests:

  • Anydesk läuft nicht unter ReactOS. Der Grafikstack scheint doch soweit anders zu sein, dass da die Zugangspunkte nicht passen.
  • DWService kriegt seinen Dienst nicht installiert – und klappt auch, aus wahrscheinlich dem gleichen Grund wie Anydesk, nicht.
  • das ca. 75MB MSI von Spice (virt-client) startete nicht – bei 256MB RAM vielleicht nicht erstaunlich
  • format d: (eine alte Linux SWAP Partition) tat gar nichts…
  • diskpart hat die Struktur wie das normale Diskpart – aber nicht die Funktionalität…
  • etwas wie das Festplattenmanagement gibt es nicht – womit ich es noch nicht geschafft habe, die zusätzliche Partition zu formatieren.
  • NTFS kann es wohl auch lesen – aber nicht schreiben… Schade.

Nützliche Dinge:

  • ReactOS sieht div. weitere Partitionen (im Gegensatz zu normalem Windows 10) und kann ext3 wohl lesen.
  • NTFS kann es wohl auch lesen – aber nicht schreiben… Schade.
  • Es gibt einen RDP Client. Ob der was kann konnte ich noch nicht testen
  • Das integrierte Paketsystem funktioniert recht gut. Damit sind die Installation von 7zip, Opera, Notepad++ etc. sehr einfach.

TODOs

  • Man müsste wohl den freeldr (Bootloader im MBR) durch Grub/Grub2/grub4dos etc. ersetzen können. Der freeldr scheint SEHR einfach gestrickt zu sein. Da wäre etwas robusteres schon schön